Das Jahr der VerÀnderung

Das chinesische Jahr der Ratte ist auch das Jahr der VerĂ€nderung. Wir haben davon gelesen. Und wir wissen auch so, dass es in diesem Jahr einschneidende VerĂ€nderungen geben wird – fĂŒr einzelne Mitfrauen, aber auch fĂŒr uns als Beginengemeinschaft. Das wird nicht gerĂ€uschlos gehen.

Starry Night (interactive animation) from Petros Vrellis on Vimeo.

In diesem Video wird die FunktionalitĂ€t einer App vorgestellt, die durch Interaktion ein Bild von van Gogh in Bewegung bringt. NatĂŒrlich Ă€ndert sich das Bild nicht. Aber wir können mit der Idee dieser App und mit unserer Phantasie spielen. Es gibt Bewegung und Musik.

So spielerisch sind VerÀnderungen selten. Wir denken an

  • eine Operation
  • einen Stellenwechsel
  • einen Umzug
  • eine Trennung
  • eine Anschaffung
  • eine Investition
  • eine KĂŒndigung

und die guten VorsĂ€tze fĂŒr dieses Jahr.

An diesem Sonntag endet die Weihnachtszeit in der katholischen Kirche mit der Begegnung zweiter alter Menschen und dem Jesuskind mit seinen Eltern im Tempel. Wer im Lukasevangelium liest wird finden, dass zwei Menschen geduldig im Tempel auf den Erlöser gewartet haben. Auch das Warten ist eine Kunst. Manche VerĂ€nderung kann nur mit Geduld vollzogen werden. Und an vielen VerĂ€nderungen haben wir wenig Anteil. Manche VerĂ€nderungen können wir nur erleiden oder begrĂŒĂŸen. Und alles, was im Moment schmerzt, kann in wenigen Monaten die Ursache fĂŒr einen neuen Aufbruch sein. Chancen erkennen wir mitunter nur im Nachhinein.

Wir sind mutig. Wir sind ja nicht allein.

Ihnen und allen, die mit Ihnen sind, wĂŒnschen wir wohltuende VerĂ€nderungen. Lassen Sie sich vom Schmerz nicht abhalten. Wenn Sie es als notwendig erkannt haben, sollten Sie den Schritt gehen. Wir wissen nicht, ob es glĂŒckt. Aber wir packen zu. Wir ergreifen die Chance.

Wir sind voll Hoffnung. Wir haben Grund dazu.

Ihre Beginenfrauen

https://chinesenewyear2020.org/chinese-zodiac/rat

http://bestekinderapps.de/starry-night-app-45554

https://www.katholisch.de/artikel/158-ein-licht-fur-die-heiden

Maria voll Sorge

Immer sonntags auf dem Weg in den Gemeinschaftsraum zu unserem MitbringfrĂŒhstĂŒck mache ich einen Halt in der Kirche auf dem Hof, um die Pflanzen, die dort ĂŒberwintern, zu gießen. Dabei sehe ich die noch immer beleuchtete Herberge und den Stall, die seit der Adventszeit in der Kirche aufgebaut sind, die Herberge voll besetzt, im Stall anfangs einige Hirten, Maria und Josef seit Weihnachten, das Christkind seit dem Weihnachtsgottesdienst dazu. Heute fehlt Maria!

Wir hörten doch am Freitag im Nachtgebet eine WeihnachtserzĂ€hlung aus dem Elsass, da stellte ein kleiner Junge die Krippenfiguren jeden Tag neu auf. An einem Tag fehlte Maria. Der kleine Junge fand des RĂ€tsels Lösung: Maria hat sich in der Welt umgeschaut, um zu sehen, was den kleinen Jesus erwartet, wenn er mal grĂ¶ĂŸer ist.

Das hat unsere Krippenfigur Maria wohl auch getan. Am Montag frĂŒh war sie wieder bei Josef und dem Jesuskind in unserer Kirchenkrippe.

Ob sie uns berichten wird, was sie erlebt hat auf ihrer Reise im Ruhrgebiet?

In der WeihnachtserzÀhlung flehen und beten Tausend Millionen von Frauen zu Maria:

Du, unser Schutz und Schirm, rette unsere Kinder, rette unsere Welt.
Und sie antwortet: Geht, und ich gehe mit euch. Tut, und ich tue mit euch. Denn nur das was von der Frau kommt, fĂŒhrt in die Liebe zurĂŒck.

Ulrike Herrig


Über AndrĂ© Weckmann: https://www.mitwelt.org/andre-weckmann.html

Die Weihnachtsgeschichte ist in dem BĂŒchlein „Hör der Wind bricht alte Reiser“ zu finden. Sie trĂ€gt den Titel „Auf den Strassen der Welt“. ISBN 978-3-938823-41-5

Die kfd des Bistums Essen hat 2020 als Jahresmotto: „Frauen, worauf warten wir?“

Mache dich auf und werde Licht

Unser ökumenischer Weihnachtsgottesdienst war wieder gut besucht. Vielleicht war es der letzte in dieser Kirche (dazu ein anderes Mal mehr), aber wir wollten Weihnachten feiern und taten das auch.

Mache dich auf und werde Licht,

denn dein Licht kommt.

Wir kommen zusammen und pflegen Gemeinschaft, wir singen und beten und hören einander zu. Wir freuen uns, GĂ€ste zu bewirten. Und wir freuen uns, wenn aus GĂ€sten FreundInnen werden. Wir sind dankbar fĂŒr die vielen FĂ€higkeiten, die wir in unserer Gemeinschaft einbringen können – jede Einzelne. Zusammen sind wir eine Gemeinschaft, die stark ist, die Halt und Mut gibt.

Manchmal ist es schwer, etwas auf den Schultern zu tragen und das Ziel nicht zu sehen. Wir wissen ja nicht, wie alles wird. Wir geben, was wir können. Da kommt Weihnachten und wir erfahren, dass wir uns aufmachen und Licht werden, weil in diesem Jesus das Heil der Welt gekommen ist. Wir sind nicht mehr fĂŒr uns allein. Wir mĂŒssen nicht alles alleine tragen. Und: Es ist ein Baby, das als Retter der Welt gefeiert wird. Er wird heranwachsen und ein Mann werden und doch kein Soldat, kein KĂ€mpfer, er wird die fleischgewordene Liebe sein, ein leicht auszublasendes Licht.

Weihnachten 2019

Wir wĂŒnschen allen, wirklich allen, eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit!

Ihre Beginenhoffrauen

Gaudete ! 2019

Wir haben vor einer Woche unser Adventsfenster eröffnet. Die Idee dahinter: Die Spirale des Lebens, der Lebensweg, der zwar unĂŒbersichtlich ist, aber auf dem nichts schief gehen kann, weil wir in Gottes Hand sind – oder anders gesagt: Wir können vertrauen.

links ein Fenster mit einer Spirale aus Lichterkette, die an einem Punkt aufgehĂ€ngt ist. In der Scheibe spiegelt sich das Haus gegenĂŒber. Oben an der Wand sind Schindeln zu sehen. Die Mauer ist hell. Am Boden GestrĂŒpp.
Spirale. An einem Punkt aufgehÀngt.

Eine von uns hat eine Lichterkette mit bunter Wolle umstrickt. Zu zweit haben wir die Spirale an einem Punkt aufgehĂ€ngt, so dass die Bögen nicht gleichmĂ€ĂŸig verlaufen, sondern immer wieder zu dem einen Punkt zurĂŒck kehren. Man kann an dieser Spirale den Weg nur schlecht mit den Augen verfolgen. Die Farben verlaufen im Blick, die Lichtspirale hĂ€ngt ungleichmĂ€ĂŸig – wie im richtigen Leben.

In der Mitte ist ein wolliges KnĂ€uel. Was wird wohl in unserer Mitte sein, wenn wir dort ankommen? Wir denken an eine Wolke. Da bleibt viel Spielraum fĂŒr eigene Phantasie. Die Eine mag sich endlich hinlegen und ausruhen. Andere denken an eine Wolke und vermuten unsichtbare Engel, die den Lebensweg die ganze Zeit begleiten.

Links neben dem Adventsfenster oder rechts neben dem Eingang zur Kirche steht unser Weihnachtsbaum. Er ist schön bunt geschmĂŒckt und leuchtet im trĂŒben Wetter.

Rechteckige Pflasterung, links ein dunkles GebÀude, rechts neben dem GebÀude ein kleiner Weihnachtsbaum, vielleicht 1,50 Meter hoch. Rechts die HÀuser des Beginenhofes mt den spitzen DÀchern. Hellblauer Himmel, MorgendÀmmerung.
tapferer, kleiner Weihnachtsbaum

Wir schmĂŒcken unsern Hof nicht allein fĂŒr uns, sondern auch fĂŒr alle unsere Besucher und Besucherinnen und fĂŒr Sie, die unsere Website besuchen. Wir wollen Licht in die Welt bringen, denn wir haben selber Licht empfangen. Das wollen wir weitergeben.

Gaudete – Das ist der Name des 3. Adventssonntags. Wir hören im Evangelium, dass Johannes aus dem GefĂ€ngnis heraus Jesus fragen lĂ€sst, ob er der ist, auf den wir warten. Was dann geschieht, können Sie erahnen 😉

Gaudete ist lateinisch. Latein sprechen wir heute nicht mehr, aber es gibt ein paar Wörter, die wie Zauberworte ĂŒberliefert werden. Gaudete heißt: Freut euch!

Pierrolo lÀuteten unseren Advent ein

Nikolaustag 2019 auf dem Beginenhof:

Mit Gitarre, Laute und Gesang spielte das Duo Pierrolo aus der Bretagne Folk und andere Weltmusik, darunter ein italienisches Arbeitskampflied: Bella Ciao.

Pierrolo Korn-Krejci: guitare, chant, bouzouki, lap steel guitar

Sylvia Krejci: chant, guitare

Beide beherrschen ihre Instrumente und den Gesang und harmonieren zugunsten der Musik wunderbar zusammen.

An zwei Stellen wurden sie von Rebekka verstĂ€rkt, die mit ihrer wunderbaren Stimme das Publikum verzĂŒckte.

Wir hoffen, dass sie im kommenden Jahr wieder bei uns sein werden, denn wir Hoffrauen und alle unsere GĂ€ste waren beglĂŒckt, beschenkt (vor der Zeit) und konnten etwas von der Freundschaft und Gastlichkeit bretonischer Kultur spĂŒren, die eine ansteckt und Lust auf mehr macht (mehr VerĂ€nderung, mehr WiderstĂ€nde gegen Konsummismus und Ungerechtigkeit). Wir werden Sie auch darin auf dem Laufenden halten.

Panoramablick aus dem Publikum in den Vortragsraum

Übrigens gab es keinen Eintritt zu zahlen. Am Schluss wurde kollektiert. Wie es in der Kirche ĂŒblich ist 😉 Was angemessen ist, wenn man bedenkt, dass ein begeistertes Publikum gerne in die Tasche greift.

WeihnachtspĂ€ckchen fĂŒr Obdachlose

Im vorigen Jahr hatte eine die WeihnachtspĂ€ckchen fĂŒr Obdachlose entdeckt. Wir gingen zu zweit einkaufen, eine packte die Kartönchen und brachte sie gerade noch rechtzeitig in die Annahmestelle im Schauspielhaus und nahm auch am Verteilungsfest in der Rotunde teil.

rotes Packpaier mit unterschiedlichen Mustern, kleine PĂ€ckchen mit weißen Schleifen, Stern aus Filz, drei kleine Teile: gehĂ€keltes Herzchen, roter Tannenbaum aus Filz; ein Tannenzweig.
Was mag da drin sein?

In diesem Jahr ging Eine sorgfĂ€ltig ausgewĂ€hltes Praktisches und ÜberflĂŒssiges einkaufen, Eine organisierte die Kartönchen, Jede packte ihren Anteil weihnachtlich ein: einige Hygieneartikel, witzige PapiertaschentĂŒcher, ZehenwĂ€rmer, TĂŒtensuppen (die Hochzeitssuppe isst meine Enkelin auch gern), lösliche Kaffeeportionen, SĂŒĂŸes…

Passt alles in einen Schuhkarton, ein Vermerk „FrauenweihnachtspĂ€ckchen“ drauf. NatĂŒrlich auch eine Grußkarte „Liebe Unbekannte, die Du Dich beschenken lĂ€sst!“ dazu.

Am Samstag bringen wir die drei PĂ€ckchen – eine dritte Frau hat auch ein PĂ€ckchen gepackt – zum Schauspielhaus. Mal sehen, ob eine oder zwei von uns an der stimmungsvollen, festlichen Weihnachtsfeier fĂŒr Obdachlose in der Rotunde teilnehmen werden.

Ulrike Herrig

Offenes Adventsfenster am 7. Dezember 2019

Jedes Jahr geschieht in unserer Kirchengemeinde etwas ganz wundervolles! Wir besuchen uns zur Adventszeit einfach mal gegenseitig! Das ganze nennt sich „Offenes Adventsfenster“ und findet in der Nachbarschaft statt. Katholisch und evangelisch gemeinsam! Jeden Tag um 18 Uhr an einem anderen Ort. Man muss nur einen Becher mitbringen. Vor Ort gibt es dann etwas warmes zu trinken und nachdem die StimmbĂ€nder angewĂ€rmt sind und man das geschmĂŒckte Adventsfenster bewundert hat, singt man zusammen und und hört sich den ein oder anderen besinnlichen Impuls an. So sind die FĂŒĂŸe zwar manchmal kalt, aber das Herz wird warm und kann sich auf das Wunder, welches wir jedes Jahr feiern, einstellen.
Wir nehmen auch daran teil und laden Euch herzlich ein fĂŒr Samstag, den 7.12.19 um 18 Uhr in unserer Kirche!

Klimastreik mit EinschrÀnkungen

Die jungen Menschen, die den Klimastreik aus der #fridaysforfuture Bewegung heraus organisieren, wissen es selber: Es brennt, aber nicht alle können aktiv löschen.

Freitags sind wir auf dem Springerplatz in Bochum dabei. Aber nicht alle. Manche mĂŒssen arbeiten oder können aus gesundheitlichen GrĂŒnden nicht. Wir sind ĂŒber unsere Threema-Gruppe in Kontakt und werden wie beim letzten Streik berichten und uns von anderen berichten lassen.

Was können wir noch tun? Wir sind nicht blauĂ€ugig, aber wild entschlossen, denn wir haben drei Kinder vor Augen, die uns tagtĂ€glich durch ihre bloße Anwesenheit mahnen, aktiv enkeltauglich zu leben. Trotzdem fahren die meisten von uns mit dem Auto. Es geht nicht anders, wenn wir nicht zur Schar der Wohnungslosen stoßen wollen. Eine fĂ€hrt mit dem E-Bike zur Arbeit. Sie leiht sich ein Auto vom Hof, wenn es nicht anders geht. Eine Andere fĂ€hrt ausschließlich mit Bus & Bahn, mit allen Widrigkeiten, aber auch als Teil einer Öffentlichkeit, die manchen SchreibtischtĂ€tern und -tĂ€terinnen abgeht.

Was können wir noch tun?

Im Viertel einkaufen,

regional konsumieren,

ausschlafen,

lernen, zuhören, fragen,

teilen (ach ja, wir haben einen Kellerraum, in den alles kommt, was geteilt werden kann, also nicht der MĂŒll, sondern Dinge, die wir abgeben können),

wir bilden in unserem Wohnprojekt eine Gemeinschaft, die das Lernen und VerĂ€nderungen leichter machen, denn wir können einander unterstĂŒtzen.

Lernen von den SchĂŒlern und SchĂŒlerinnen

In Bochum gibt es an der UNI öffentliche Vorlesungen, die von Fridays For Future organisiert werden. Schon beim letzten Klimastreik waren die Reden der jungen Menschen von den LadeflĂ€chen der LKWs herab sehr lehrreich und sehr beeindruckend. Die haben im Unterricht zugehört und sich schlau gemacht. Ein fetter Dank geht auch an alle Lehrer und Lehrerinnen, die solches Lernen möglich machen. Wir lernen nĂ€mlich nicht fĂŒr die nĂ€chste Klausur, sondern fĂŒr das Leben.

Die belgische Taube

Da machen viele Station auf dem Beginenhof: Pilgergruppen, Prozessionen – und Brieftauben …

Was wuselt da zwischen meinen FĂŒĂŸen und Tisch- und Stuhlbeinen herum und findet zur offenen TerrassentĂŒr hinaus? Eine Taube!

Ich schließe die TĂŒr und bin verwundert, dass die Taube sich vor die GlastĂŒr setzt und mit dem Schnabel auf Glas und Rahmen pickt, Einlass fordernd zu dem Raum, in dem sie wie in einem Zieltaubenschlag gelandet ist. Eine schöne , dunkle, schmale Taube mit zwei weißen Schmuckfeldern neben dem Schnabel, und beringt ist sie auch. Sie ist beharrlich da.

Blick aus einem Zimmer durch eine geschlossene GlastĂŒr auf eine Terasse. Vor der TĂŒr steht eine Taube. Dahinter frische BĂŒsche und eine helle Hauswand mit Fenstern.
c-by-sa-4.0 U. Herrig

Draußen ist es heiß. Ich stelle ihr Wasser und Körner hin.

Als meine Tochter zu Besuch kommt, gelingt es mir, die Taube im GrĂŒngebĂŒsch der Zitronengeranie einzufangen. Die Tochter liest die Zahlen auf den Ringen. Eine Telefonnummer in Belgien. Wir sprechen dort aufs Band. Aus dem RĂŒckruf auf meinem Band entziffere ich „Wasser und Futter“ und „danke“ …

Der Taubenverein schlĂ€gt vor, die Taube in einem Karton einzufangen. Ein nahewohnender Taubenvater meldet sich auf Vermittlung. Die Taube lĂ€sst sich nicht einfangen, sitzt deutlich sichtbar auf dem nĂ€chsten Dachgipfel, jeden Morgen wieder, und macht sich durch Klopfen an der TerrassentĂŒr bemerkbar, stĂ€rkt sich an Wasser und Körnern.

Nach etwa 14 Tagen sehe ich sie nicht mehr bei meinem morgendlichen Blick ĂŒber die DĂ€cher. Sie war wohl zum Weiterflug bereit nach der Ausruhrunde auf dem Beginenhof. „Gutes Ankommen!“ schicke ich ihr nach!

Ulrike Herrig

Die kalte Jahreszeit naht

Wenn der Winter kommt, mĂŒssen die Pflanzen aus unseren VorgĂ€rten in Sicherheit gebracht werden. Manches wird umgepflanzt und ÜberflĂŒssiges auf den Kompost gebracht. Am Fuß der Kellertreppe findet Eine eine Kröte im BlĂ€tterhaufen. Aus eigener Kraft kommt sie die Treppe nicht mehr hoch. Wir haben anderswo Ecken fĂŒr Igel und Insekten angelegt. Aber Treppen sind fĂŒr manche Tiere eine Falle. Eine trĂ€gt die Kröte zu einer Wiese. Sie verschwindet zwischen GrĂ€sern und BĂŒschen und wir hoffen, dass sie weiß, was sie tut. Es ist eine Erdkröte. Sie wird ein Winterquartier finden. Hauptsache, sie passt beim Überqueren der Straße auf (wenn es sein muss).

Auf Manches haben wir Einfluss, aber grade im Umgang mit Tieren und Pflanzen sind uns Grenzen gesetzt. Wir tun was wir können. Trotzdem wird auch in diesem Winter etwas erfrieren. Wir können die Natur nicht kontrollieren. Zum Beispiel diese Erdkröte. Wir hoffen, dass sie ĂŒberlebt.

Mit Vorbereitungen fĂŒr die Advents- und Weihnachtszeit haben wir schon begonnen. Am 7. Dezember um 17 Uhr ist bei uns Adventsfenstereröffnung. Wir mĂŒssen noch putzen und basteln, Ideen zusammentragen fĂŒr die Fenstergestaltung und schauen, wer was vorbereiten kann. Auch der Weihnachtsgottesdienst beschĂ€ftigt uns bereits. Wir denken ĂŒber Lieder und Ideen nach. Wer kommen wird, wissen wir nicht. Wir laden alle ein. Wir machen Plakate und schreiben Einladungen. Wir mailen und twittern. Wir hoffen, dass alle gut durch den Winter kommen. Auch dazu wollen wir das Unsrige tun.