Beim Aufräumen fanden wir diese Warnung

Sie kennen das: Erst schiebt eine das Aufräumen (Staubwischen, Briefschreiben, … ) vor sich her, dann kann eine gar nicht aufhören. Wir waren heute immerhin zu dritt. Die Eine putzte das Klavier (auseinandernehmen, putzen, wieder zusammensetzen; nein, es sind keine Teile übrig geblieben), die Andere ordnete das Besteck („Kann das weg?“), die Letzte kramte in den Papieren und fand dabei dies:

Diese „Warnung“ entspringt der christlichen Lebensweise der ersten Generation der Beginen, die im Beginenhof „Sinte Elisaneth“ in Amandsberg (bei Gent) wohnten

Warnung

Wer in meine Räume kommen will,
soll keines Menschen Fehler erzählen:
Seid fröhlich; sprecht von Gott!
Verleumdung ist hier verboten!

Ich begreife niemanden in seinem Sein,
denn ich habe genug an meinem:
Es ist auch gegen unsere Last,
die Gott uns angepasst.

Wenn wir vor Liebe brennen,
sehen wir keine Mängel,
keines anderen Menschen Missetat,
vielmehr unsere eigene Last.

Lasst uns leben ohne Klagen,
wollen wir uns an Gott erfreuen.
Seid demütig bis auf den Grund,
und ehrlich mit dem Mund.

Lebt ihr gern in Einigkeit,
haltet eure Seele in Frieden!

Und solltet ihr in große Not geraten,
wenn ihr bei Menschen sein müsst,
und hört dort manchmal traurige Geschichten,
vertraut auf Gott, der euch retten kann:

Die den Willen Gottes wählt,
gewinnt alle Zeit und ist nie verlassen.

…………….

Diese „Warnung“ war als Lebensregel ein täglicher Brunnen der Inspiration für alle Beginen in diesem „Hof“, die darum wetteiferten, Gott und ihre Nächsten lieb zu haben und ihnen zu dienen.
Auch viele andere Bewohnerinnen (Nicht-Beginen) diese „Hofes“ ließen sich von dieser Lebensregel der Beginen inspirieren. In einigen Häusern im „St. Elisabeth-Hofes“ hat es bis heute einen festen Platz.

Im Original:

Dese „Waerschouwinge“ ist ontsproten aan de christelijke levenswijsheid van de eerste generatie begijnen, die woonden in het Begijnhof „Sinte-Elisabeth“ te Sint – Amandsberg (bij Gent)

WAERSCHOUWINGE

DIE wilt koómen in myn‘ Zaelen,
Mag niemands gebrek verhaelen:
Zyt vrolyk; en spreékt van God:
Agterklap is hier verbod.
Ik begryp niemand in t‘ zyne,
Want ik heb genoeg aen ‚t myne:
‚T is ook tegen onzen last:
God heéft dit alzoo gepast.
Waeren my met liefd‘ ontsteéken,
Wy zagen geene gebreéken,
Noch geen ander mans misdaed;
Maer alleen ons eygen kwaed.
Laet ons leéven zonder kleegen,
Willen wy aen God behaegen.
Zyt ootmoedig in den grond,
En gestigtig in den mond.
Houd u geêrn in eenigheden,
Zoo bewaert g’uw ziel in vrede:
En ‚t zal u zyn groote pyn,
Als gy moet by menschen zyn.
Hoort gy somtyds droeve maeren,
Peyst op God, die u kan spaeren:
Die den Wille Gods verkiest,
Wint altyd, en nooyt verliest,
……………………………………………………………………

Deze „Waerschouwinge“, als leefregel was een dagelijkse inspiratiebron voor alle begijnen in dit „Hof“, die zich ijverden om God en hun naasten lief te hebben en te dienen.
Ook vele andere bewoners (niet-begijnen) van dit „Hof“ inspireerden zich aan deze leefregel van de begijnen. In menig huis in het „Sinte-Elisabteh-begijnhof“ heeft het ook nú een vaste plaats.

Schön, oder?

Jetzt wird ’s ernst

Die Ersten kommen aus dem Urlaub zurück. Wir haben in den letzten Wochen wie wild Anfragen beantworten müssen. Interessant, wer so alles hier wohnen möchte. Alle wollen sie hierhin. Wir wollen mal wieder raus. Oder zumindest mehr Gemeinschaft haben dürfen.

Unter strengen Auflagen findet das Bundesbeginentreffen Ende August in Haus Neuland in Bielefeld statt. Diesmal wird die Keyspeakerin Friederike Oberheim von Fridays For Future kommen und uns geht ein bisschen die Muffe, dass unsere beiden Delegierten den Kopf gewaschen bekommen werden. Divers wie wir sind, essen wir auch mal gern Pommes mit Currywurst, aber wir merken schon, dass das nicht nur lustig ist. Unsere Fokussierungen sind unterschiedlich und widersprechen sich. Wir werden oft gefragt, was wir denn so sozial für den Stadtteil oder die Flüchtlinge machen. Es ist nicht leicht zu erklären, dass wir nicht als Ganzes aktiv sind, sondern als Einzelne oder in kleinen Einheiten – je nach unseren Stärken und Interessen.

Bei aller Diversität müssen wir uns die Frage stellen, was wir angesichts der Klimakrise als Verein und Gemeinschaft tun. In Vorbereitung des Bundesbeginentreffens gehen wir in Klausur mit folgenden Impulsen, die zum Handeln führen werden:

  • Was aktiviert mich?
  • Was hindert mich?
  • Was trage ich bei?
  • Was brauche ich?

Wir sammeln unsere Beiträge in einem Onlinepad und Sie können sich gerne daran beteiligen: https://pad.luki.org/p/Klimaschutz . Oder Sie hinterlassen uns einen Kommentar. Wie auch immer: Wir machen ernst mit Klimaschutz. Versprochen.