Die belgische Taube

Da machen viele Station auf dem Beginenhof: Pilgergruppen, Prozessionen – und Brieftauben …

Was wuselt da zwischen meinen F├╝├čen und Tisch- und Stuhlbeinen herum und findet zur offenen Terrassent├╝r hinaus? Eine Taube!

Ich schlie├če die T├╝r und bin verwundert, dass die Taube sich vor die Glast├╝r setzt und mit dem Schnabel auf Glas und Rahmen pickt, Einlass fordernd zu dem Raum, in dem sie wie in einem Zieltaubenschlag gelandet ist. Eine sch├Âne , dunkle, schmale Taube mit zwei wei├čen Schmuckfeldern neben dem Schnabel, und beringt ist sie auch. Sie ist beharrlich da.

Blick aus einem Zimmer durch eine geschlossene Glast├╝r auf eine Terasse. Vor der T├╝r steht eine Taube. Dahinter frische B├╝sche und eine helle Hauswand mit Fenstern.
c-by-sa-4.0 U. Herrig

Drau├čen ist es hei├č. Ich stelle ihr Wasser und K├Ârner hin.

Als meine Tochter zu Besuch kommt, gelingt es mir, die Taube im Gr├╝ngeb├╝sch der Zitronengeranie einzufangen. Die Tochter liest die Zahlen auf den Ringen. Eine Telefonnummer in Belgien. Wir sprechen dort aufs Band. Aus dem R├╝ckruf auf meinem Band entziffere ich „Wasser und Futter“ und „danke“ …

Der Taubenverein schl├Ągt vor, die Taube in einem Karton einzufangen. Ein nahewohnender Taubenvater meldet sich auf Vermittlung. Die Taube l├Ąsst sich nicht einfangen, sitzt deutlich sichtbar auf dem n├Ąchsten Dachgipfel, jeden Morgen wieder, und macht sich durch Klopfen an der Terrassent├╝r bemerkbar, st├Ąrkt sich an Wasser und K├Ârnern.

Nach etwa 14 Tagen sehe ich sie nicht mehr bei meinem morgendlichen Blick ├╝ber die D├Ącher. Sie war wohl zum Weiterflug bereit nach der Ausruhrunde auf dem Beginenhof. „Gutes Ankommen!“ schicke ich ihr nach!

Ulrike Herrig

Die kalte Jahreszeit naht

Wenn der Winter kommt, m├╝ssen die Pflanzen aus unseren Vorg├Ąrten in Sicherheit gebracht werden. Manches wird umgepflanzt und ├ťberfl├╝ssiges auf den Kompost gebracht. Am Fu├č der Kellertreppe findet Eine eine Kr├Âte im Bl├Ątterhaufen. Aus eigener Kraft kommt sie die Treppe nicht mehr hoch. Wir haben anderswo Ecken f├╝r Igel und Insekten angelegt. Aber Treppen sind f├╝r manche Tiere eine Falle. Eine tr├Ągt die Kr├Âte zu einer Wiese. Sie verschwindet zwischen Gr├Ąsern und B├╝schen und wir hoffen, dass sie wei├č, was sie tut. Es ist eine Erdkr├Âte. Sie wird ein Winterquartier finden. Hauptsache, sie passt beim ├ťberqueren der Stra├če auf (wenn es sein muss).

Auf Manches haben wir Einfluss, aber grade im Umgang mit Tieren und Pflanzen sind uns Grenzen gesetzt. Wir tun was wir k├Ânnen. Trotzdem wird auch in diesem Winter etwas erfrieren. Wir k├Ânnen die Natur nicht kontrollieren. Zum Beispiel diese Erdkr├Âte. Wir hoffen, dass sie ├╝berlebt.

Mit Vorbereitungen f├╝r die Advents- und Weihnachtszeit haben wir schon begonnen. Am 7. Dezember um 17 Uhr ist bei uns Adventsfensterer├Âffnung. Wir m├╝ssen noch putzen und basteln, Ideen zusammentragen f├╝r die Fenstergestaltung und schauen, wer was vorbereiten kann. Auch der Weihnachtsgottesdienst besch├Ąftigt uns bereits. Wir denken ├╝ber Lieder und Ideen nach. Wer kommen wird, wissen wir nicht. Wir laden alle ein. Wir machen Plakate und schreiben Einladungen. Wir mailen und twittern. Wir hoffen, dass alle gut durch den Winter kommen. Auch dazu wollen wir das Unsrige tun.

„Leben nach historischem Vorbild“ – Neues Ruhr-Wort

Ulrike Beckmann hat uns f├╝r das Neue Ruhrwort interviewt. Der Beitrag ist in der Ausgabe 6. Jahrgang, Nummer 43 vom 26. Oktober 2019 erschienen.

Frau Beckmann hat die Stimmung auf unserem Hof sehr gut widergegeben. Der Bericht ist sehr pers├Ânlich und erz├Ąhlt neben unserer Verletzlichkeit im Pers├Ânlichen auch unsere St├Ąrken in der Gemeinschaft. Leider muss auch hier die Sorge um den Erhalt unserer Kirche thematisiert werden. Finanziell k├Ânnen wir sie nicht halten, aber sie bedeutet uns und unserer Umgebung viel. Da geht es uns nicht anders als vielen Gl├Ąubigen im Bistum Essen.

Artikel in unserer Stadtteilzeitung Hallo Bo!

Ein Journalist unserer noch jungen Stadtteilzeitung HalloBo! hat uns interviewt. Den Artikel k├Ânnen Sie hier lesen:

https://www.ruhrtal-verlag.de/files/Archiv-hb/hallobo-004/#page=6

Auf der Seite des Ruhrtal-Verlages hei├čt es:

„Hallobo ist ein neues Stadtteilmagazin fu╠łr den Bochumer Norden. Gerthe, Hiltrop, Bergen, Harpen, Kornharpen und Voede Abzweig: das ist unser Revier. Wir m├Âchten die Geschichten der Menschen erz├Ąhlen, die dort leben, Informationen und Meinungen transportieren. Das Lebensgefu╠łhl der Menschen, die ÔÇ×von hier wechÔÇť sind, ein Stu╠łck weit auf Papier bannen. Wir wissen um die Wurzeln und Traditionen, haben den Blick aber nach vorne gerichtet.“

Herausgeber ist Bj├Ârn Pinno

Wir starten durch

Nachdem wir uns in Bielefeld Haus Neuland mit den anderen Beginenh├Âfen auf Einladung des Dachverbandes der Beginen getroffen haben, gibt es eine Menge zu berichten und wir haben viele W├╝nsche und Ideen, die wir umsetzen wollen.

Noch sehen Sie hier nicht so viel.

Aber kommen Sie ruhig im Advent wieder, in der Zeit der zunehmenden Dunkelheit, aber auch der Vorfreude auf Geschenke und …

… etwas Neues, das im Werden ist.