Masken auf dem Hof und ein ungelöstes Problem

Wir haben unsere eigene Masken-Designerin und sind gut ausgestattet.

Schnauze
Falte
Gummi
Bänder
groß
klein

Wir sind eine Wohltat f√ľr unsere Umgebung, halten Abstand und waschen uns die H√§nde. Aber ein Problem haben wir noch nicht gel√∂st: Was ist mit denen, die ohne Mimik nicht kommunizieren k√∂nnen? Als erste meldeten Geh√∂rlose das Problem an. Bei genauerem Hinsehen fallen einem noch √§ltere Menschen, Fremdsprachler, Kinder und Menschen mit Einschr√§nkungen im intellektuellen Bereich ein. Uns fehlt der pers√∂nliche Kontakt, die Ber√ľhrung. Wir merken auch, dass unsere Kontakte umfangreich sind. Wir h√∂ren, sehen, f√ľhlen, schmecken, riechen und bringen das alles in unsere soziale Kontaktpflege ein.

Es gibt Anleitungen f√ľr Masken mit Kunststofffenster. Eine davon habe ich getestet und bin zu dem Schlu√ü gekommen, dass das keine L√∂sung ist.

no mask pride

Zwar ist das Mundbild zu sehen, aber leider ist die Mimik komplett verhunzt, weil es kein vertrautes Gesichtsbild gibt. Dann doch lieber Schnauze, meine Lieblingsform. Die riecht schon ein bisschen wie die Schmusedecke von Linus. Aber im Ernst: Wir suchen weiter nach einer menschenfreundlichen Lösung. Wenn Sie was wissen, kommentieren Sie bitte.


Ein paar Links:

https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/was-man-ueber-schutzmasken-in-zeiten-von-corona-wissen-muss/

https://www.sputnik.de/podcasts/audio-1382950_zc-7be4dc25_zs-375e8a9c.html
Was Corona mit unserer Psychologie macht. Hier Folge 15: Maske.

Halleluja! 2020

Der Herr ist auferstanden.

Wir haben von der Gemeindereferentin unserer Pfarrei Osterkerzen f√ľr alle auf dem Hof bekommen und die meisten haben sich ihre Kerzen geholt oder sich einfach gefreut, eine zu bekommen. Wir haben sogar zweimal am Ostersonntag gesungen: Einmal mit dem Flashmob um 10.15 Uhr und einmal um 11.00 Uhr. Jede, wie sie kann und alle miteinander.

Die Sonne schien den ganzen Tag wunderbar, am blauen Himmel erschienen nach und nach Wolken, weiße Wolken, aber es regnete nicht. Hier und da tauchten Ostergaben auf. Man kann nur vermuten, wo die alle herkamen (da sind wohl einige von uns Frauen auf eine ähnliche Idee gekommen). Mancher Schoko-Marienkäfer schmolz im Briefkasten vor sich hin.

Mit vielen anderen Christen folgten wir dem Aufruf, den Ostergru√ü mit Kreide auf den Hof (auf die Stra√üe, auf den B√ľrgersteig) zu schreiben.

„K√∂nnen Sie unter diesen Bedingungen √ľberhaupt Ostern feiern?“ fragen manche erstaunt. Wir sehen auch das unterschiedlich. Wie auch immer ist Ostern ja kein Happyend. Darum dauert die Osterzeit 40 Tage, genau so lange wie die Fastenzeit, und endet mit dem Pfingstfest.

Mut zu Neuem, in welchen Ordnungen auch immer. Es braucht Zuversicht, Krisen aller Art √ľberwinden zu wollen. Und es braucht dazu in √∂sterlichem Licht den Segen der Verhei√üungen Gottes, die gr√∂√üer sind und Kr√§ftigeres bewirken, als es durch alle √Ąngste und N√∂te f√ľr m√∂glich gehalten wird.

Bischof Overbeck, Osterpredigt 12. April 2020

Wir sind dankbar f√ľr Ermutigungen und gute Nachrichten. Aber nat√ľrlich sind wir nicht blau√§ugig. Wir wissen um die Not der Fl√ľchtlinge und der Obdachlosen und der Kranken und der vielen Menschen, die nun zur Gruppe der Gef√§hrdeten geh√∂ren. Wir engagieren uns wo und wie wir k√∂nnen, jede auf ihre Weise und mit ihren Mitteln. Und unterwegs, so hoffen wir, begegnet und Christus, der Auferstandene. Wir erinnern uns an diesem Ostermontag an das Evangelium von den Emmausj√ľngern und teilen einander in einer Threema-Gruppe Bilder von unseren Auferstehungserfahrungen mit. Wem diese Erfahrung fehlt, kann ruhig an den Erfahrungen der anderen teilnehmen. Wir eilen wie die Frauen, die vom Grab aus nach der Weisung des Engels zu den J√ľngern rennen. Nur dass wir nicht rennen. Es sind 2000 Jahre seit Ostern vergangen. Ungef√§hr. Aber unruhig sind wir schon. Es gibt Vieles, das wir ver√§ndern wollen. Die Welt soll eine bessere werden. Es tut gut zu wissen, dass Christus mit uns geht – mit jeder auf ihrem Weg.

Der Herr ist auferstanden!

Gebet am Gr√ľndonnerstag

Wir sind alle in unseren Wohnungen. Aber Gebetsimpulse gibt es genug. Wir lesen in Abschnitten die Abschiedsrede Jesu an seine J√ľnger aus dem Johannesevangelium. Wir nutzen die Texte der Bibel in gerechter Sprache.
Jede sucht sich einen Ort der Ruhe.
Unsere Gemeinschaftsvorlage ist diese:

Eine Nacht des Wachens

Beginn 21 Uhr

Eröffnung:    Gott, Mutter und Vater, wir beten und wachen in dieser Nacht.
Du bist uns nah und wir sind dir nah.
Wir erinnern uns und wir hören lesend auf dein Wort.

Johannes 13, 31-35
Taizelied Jesus, remember me

3 Minuten Stille
Johannes 14, 1-10 
Taizelied Aber du wei√üt den Weg f√ľr mich¬†

3 Minuten Stille
Johannes 14, 15-17, 27-31

Sinfonie aus Händels Salomon 
Danach beginnt die Stille, keine Musik mehr bis in der Osternacht.

Taizelied Nada te turbe

3 Minuten Stille
Johannes 15, 9-17

Taizelied In manus tuas pater

3 Minuten Stille
Johannes 16, 12-15, 20-22

Taizelied Beh√ľte mich Gott

3 Minuten Stille
Johannes 16, 25-33

Taizelied Bleibet hier und wachet mit mir 

3 Minuten Stille
Nach seiner Abschiedsrede und dem Gebet f√ľr seine J√ľnger und die Welt, geht Jesus gemeinsam mit seinen J√ľngern auf die andere Seite des Kidrontales, wo er verhaftet wird.

Wir beten den Psalm, mit dem er sterbend am Kreuz zitiert wird:
Psalm 22             
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist, so wie jetzt und Allezeit und in Ewigkeit. Amen. 

Taizelied Bleibet hier und wachet mit mir 


Die Sinfonia aus H√§ndels Salomon, die wir als Element gew√§hlt haben, k√∂nnen Sie beispielsweise hier h√∂ren, aber dann √ľbermitteln Sie Daten an Youtube. Oder Sie leihen Sich bei uns die ganze Oper auf 2 CDs.